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Samstag, 4. Dezember 2010

Ausschaffungsinitiative und Ausländeranteile im Statistik-Shredder

Diese beiden Karten haben mich nicht in Ruhe gelassen - ist es tatsächlich so, dass die Ausschaffungsinitiative dort, wo die Ausländeranteile hoch sind, am ehesten auf Ablehnung stiess? Ein Deutungsversuch mit Hilfe von Voodoo-Kartografie.









Diese Karte mit den Abstimmungsresultaten zeigt: Die Initiative wurde in der Romandie, in den Städten und zum Teil in touristisch geprägten Gebieten (z.B. im Engadin) abgelehnt.









Und diese Karte mit den Ausländeranteilen an der ständigen Wohnbevölkerung zeigt die enormen Unterschiede in der Schweiz. Während in Lausanne-West 42.9% der Bevölkerung aus dem Auslang stammen, beträgt der Ausländeranteil z.B. im luzernischen Entlebuch nur gerade 5.9%. Aber gerade Lausannes Westen hat mit 55.1% Nein die Initiative deutlich verworfen, während das Entlebuch ihr mit 68.9% Ja noch deutlicher zugestimmt hat.

Gibt es also einen statistischen Zusammenhang zwischen Ausländeranteil und den Nein-Stimmen zur Initiative? Zuerst berechnen die Statistiker den Korrelationskoeffizienten, der in diesem Fall 0.347 beträgt, was bedeutet, dass ein gewisser Zusammenhang besteht. (1 steht für einen 100%igen Zusammenhang, -1 für einen 100%igen umgekehrten Zusammenhang, 0 für gar keinen Zusammenhang.) Dann zeichnen sie eine Punktwolke, legen eine Trendlinie hinein und versuchen Kaffeesatz zu lesen. Hier ist die Punktwolke:

Nein zur Ausschaffungsinitiative und Ausländeranteile
Die Trendlinie wirkt wenig überzeugend - zu viele Ausreisser und Spezialfälle sind in dieser Punktewolke. Zu vermuten ist deshalb, dass andere Faktoren das Abstimmungsergebnis stärker beeinflusst haben als der jeweilige Ausländeranteil in den 150 schweizerischen Bezirken.

Deshalb noch ein bisschen Voodoo-Kartografie:

Nein-Stimmenanteil in % mal Ausländeranteil in % ergibt ??
Mit dieser statistischen Voodoo-Methode "Ablehnung der Initiative mal Ausländeranteil" werden zwar die Ausreisser eliminiert und die Karte vermittelt ein eindeutigeres Bild, was aber sicherlich wissenschaftlich nicht korrekt ist. Anyway, die Karte zeigt so etwas wie die Aufnahmebereitschaft der verschiedenen Gegenden der Schweiz gegenüber AusländerInnen. Kurz: Je bleicher das Blau desto xenophober das entsprechende Gebiet. Deutlich wird das Gefälle von der Romandie und grossen Teilen des Tessins (das trotz hohen Ausländeranteilen mit 61.3% Ja stimmte) zur Deutschschweiz, deutlich wird aber auch das Stadt-Land-Gefälle (Auch Winterthur und Luzern haben die Initiative abgelehnt.) und die Unterschiede zwischen den konservativen Kerngebieten in der Zentralschweiz, im Bernbiet, im Oberwallis und Teilen der Nordostschweiz (v.a. Appenzell-Innerrhoden) und den eher liberalen und offeneren Regionen der Schweiz.

Weniger Voodoo und mehr Wissenschaft bietet die Erstanalyse des Instituts gfs in Bern, die auch zeigt, dass mit steigender Ausländerkriminalität die Zustimmung zur Ausschaffungsinitiative nicht etwa zunimmt, sondern abnimmt. Auf die Frage "Wie viele kriminelle AusländerInnen vor Ort braucht es für ein Ja zur Ausschaffungsinitative?" antwortet der Politologe und Stadtwanderer Claude Longchamp in seinem Blog denn auch etwas überspitzt: keine.

Das etwas paradoxe Fazit: Je weniger Probleme eine Region mit AusländerInnen hat, desto grösser die Zustimmung zur Ausschaffungsinitiative.

Freitag, 26. November 2010

Kultur-Adventskalender

Vom 1. bis zum 24. Dezember öffnet der Kultur-Adventskalender jeweils um 18 Uhr in der Loge in Luzern ein "Kultürchen" mit einem kurzen Liveauftritt von Kulturschaffenden aus der Region.

Wer hat nicht als Kind sehnsüchtig auf den Moment gewartet, an dem man ein weiteres Türchen öffnen durfte und ein überraschendes Bildchen zum Vorschein kam? Und - Hand aufs Herz - wie viele Erwachsene erinnern sich nicht gerne an diese glücklichen Kindheitsmomente? Nicht wenigen Erwachsenen ist der märchenhaft anmutende und reich verzierte Adventskalender derart ans Herz gewachsen, dass sie jedes Jahr einen neuen kaufen und aufhängen.

An diese schöne Tradition knüpfen ACT Zentralschweiz und die Loge Luzern an - mit einem lebenden Adventskalender in der Loge. Nur noch 5 mal schlafen, bis das erste Türchen aufgeht... Was das Publikum während eines Kurzauftritts erleben kann, reicht von Theater und Tanz über Performances und eine Quizshow bis zu Lesungen und kleinen Konzerten. Einzige Bedingung: Es muss auf der 5 Quadratmeter grossen Bühne der Loge mit geringem Aufwand realisierbar sein. Wer wann auftritt und was einen erwartet, verrate ich natürlich nicht - sonst wäre es keine Überraschung mehr.



Wer wissen will, wer alles mitmacht, kann sich ja den E-Flyer anschauen. Und wer wissen will, was er oder sie in der Loge schon verpasst hat, kann im Online-Kultur-Adventskalender das entsprechende Türchen öffnen. Leise rieselt da sogar der virtuelle Schnee. Ziemlich leise.

Und wer noch mehr Live-Adventskalender will, kann vom 1. bis 23. Dezember unter den Arkaden des Luzerner Theaters schon um 17.30 Uhr ein Türchen des theatralischen Adventskalenders aufmachen und eine kleine musikalische oder literarische Überraschung erleben.

Dienstag, 23. November 2010

Graffitiautomat

Graffitisprayer wurden schon immer marginalisiert und in die Illegalität getrieben, jetzt werden sie auch noch wegrationalisiert - ein Youtube-Fundstück meines Bruders in den USA: funny!

Sonntag, 21. November 2010

Basler Trauma - Luzerner Trauma

Seit Blocher die Basler Zeitung beraten soll, ist in Basel der Teufel los. Die Basler und Baslerinnen beginnen sich gegen die SVPisierung der Medienlandschaft zu wehren - auf www.rettet-basel.ch haben über 17'000 Personen einen Aufruf unterzeichnet und stündlich werden es mehr. Aber was hat dieser Aufstand mit Luzern zu tun?

Gestern habe ich im Zug nach Luzern eine Basler Zeitung (BaZ) in die Finger bekommen. Im Kulturteil war unter dem Titel "Basler Trauma - Zeitungsgeschichte(n)" eine interessante Analyse von Daniel Wiener, Journalist, Ökologe und Kulturmanager, zu lesen. Im Kern geht es in seinem Artikel um die Folgen der Zeitungsfusion von 1977, als die National-Zeitung und die Basler Nachrichten zur BaZ fusioniert wurden. Er schreibt: "Die Fusion wurde und wird von der Region Basel als Trauma erlebt. 1977 ging etwas Unwiederbringliches verloren, das von links bis rechts auch heute noch vermisst wird. Die Fusion ist eine Leiche im Keller der kollektiven Basler Psyche."

Irgendwie kommt mir das bekannt vor: Als ich vor gut zehn Jahren nach Luzern kam, ist mir als Zürcher schon bald einmal das allgemeine Wehklagen über das Quasimonopol der Neuen Luzerner Zeitung aufgefallen. Dieses weit verbreitete Gejammer, das einhergeht mit dem Lob früherer Zeiten, als in Luzern noch drei Tageszeitungen erschienen, hat bis heute nicht nachgelassen. Mir scheint, auch Luzern hat aus der Fusion des konservativen Vaterlands mit dem liberalen Tagblatt (1991) und dann mit den Luzerner Neusten Nachrichten (Ende 1995) ein kollektives Trauma davongetragen.

Man müsste in Daniel Wieners Analyse des kollektiven Traumas "Basel" und "BaZ" mit "Luzern" und "NLZ" ersetzen, dazu ein paar Zeitungsnamen und Jahreszahlen austauschen und nur noch wenig würde fehlen, dass Wieners Beschreibung auch auf Luzern passt.

Ganz unterschiedlich hingegen sind die Investoren: Während in Luzern die NZZ-Gruppe zu 80% das Sagen hat, sind es in Basel der Financier Tito Tettamanti (75%), der Medienanwalt Martin Wagner (25%) und ihr "wirtschaftlicher" Berater Christoph Blocher. In Luzern nimmt die NZZ inhaltlich nur wenig Einfluss, in Basel aber ist tatsächlich zu befürchten, dass Tettamanti, Blocher & Co. sich viel stärker einmischen - der Basler Aufruhr ist deshalb mehr als verständlich. Frage: Würde man auch die Investoren und Berater von NLZ und BaZ vertauschen, gäbe es dann auch im medientraumatisierten Luzern einen solchen Aufstand?

Sonntag, 31. Oktober 2010

New York einfach!

Über vier, die nach New York auswanderten, und ein wunderschönes Erzählkonzert mit drei verschiedenen Enden.

Cornelia Montani und der Schneider waren vorgestern mit "New York einfach" bei mir im Kreuz Solothurn zu Gast. Hier der Bericht von art-tv.ch über dieses Projekt:









Cornelia Montani ist eine begnadete Geschichtenerzählerin, die zusammen mit Daniel Schneider die Geschichten dreier junger Menschen präsentiert, die aus ganz verschiedenen, aber immer sehr triftigen Gründen nach New York auswandern: die Walliser Geisshirtin Marie, die von ihrer grossen Liebe enttäuscht wurde, der Süditaliener Angelo, der nicht so werden will wie sein Vater, und Joshka aus einem Kaff in Oklahoma, der von seiner traditionsgebunden jiddischen Familie weggeschickt wird. Auf alle drei hat New York nicht gewartet - sie knallen auf den harten Boden der Immigrantenrealität und begegnen sich schliesslich als Tellerwäscher in einer Pizzeria.

Gemeinsam ist ihnen die Liebe zur Musik - und davon lebt dieses Erzählkonzert: Marie spielt Schwyzerörgeli, Angelo singt und spielt Gitarre und Joshka will partout keinen Klezmer mehr spielen, er macht jetzt Jazz. Die drei Geschichten verknüpfen sich mehr und mehr miteinander und es kommt zur Begegnung von Schweizer Volksmusik mit süditalienischen Liedern, Klezmer und einem Hauch von Jazz. Cornelia Montani ist die Erzählerin, aber sie verkörpert auch alle Figuren mit viel Herz, Temperament und Leidenschaft. Und Daniel Schneider, der Klarinette, Saxophon und Cajon spielt, ist zwar "nur" Musiker und Darsteller der Nebenrollen, schafft es aber dennoch mitten im Geschehen zu sein. Denn viel wird in diesem Erzählkonzert über die Musik vermittelt...

1. Schluss: Alle drei machen im Big Apple ihren Weg als Musiker und sind sehr erfolgreich. Das Publikum applaudiert - und ist doch ein wenig irritiert ab dem allzu einfachen Erfolg und Happyend.

2. Schluss: Dann halt nicht! Die drei beginnen zusammen zu musizieren und spielen schliesslich Monat für Monat mit Erfolg in der Pizzeria ihres Patrons. Aber zum ganz grossen Durchbruch in New York, von dem alle geträumt haben, reicht's dann doch nicht.

Den 3. Schluss verrate ich nicht, nur so viel: Er hat mit Heimweh zu tun... New York einfach: Grossartige kleine Geschichten übers Auswandern, übers Verreisen, über die damit verbundenen Hoffnungen und Sehnsüchte, übers Fern- und Heimweh - mit viel leidenschaftlicher Musik.

Der 4. im Bunde der New York-Auswanderer kommt in diesem wunderbaren Erzählkonzert gar nicht vor: Er ist real nach New York ausgewandert, lebt seit über 25 Jahren dort, ist ein erfolgreicher Illustrator, dem die Schweiz schon früh zu klein geworden ist, und er ist mein Bruder. Vieles, das Cornelia Montani und der Schneider in ihrer Produktion thematisierten, trifft auch auf ihn zu, z.B. dass New York nicht auf ihn gewartet hat und die Konkurrenz im gleichen Metier riesig ist. Obwohl er inzwischen nicht mehr im Big Apple selbst zu Hause ist, gilt für ihn ganz real: New York einfach!

Weitere Aufführungen von New York einfach

Züri brännt - Lozärn brönnt

Wenn Zürich brennt, ist vor allem der Soundtrack von TNT geil - und die politischen Auswirkungen sind nachhaltig: Nach 1980 ist Zürich nicht mehr die gleiche Stadt wie vor 1980.



Aber Luzern brennt schöner, wie ein Fundstück aus dem Schaufenster des Luzerner Staatsarchivs zeigt:

Am 5. Februar 1971 brennt der Luzerner Bahnhof. Es kommentiert der damalige Feuerwehrkommandant Albert Ineichen.

Der Luzerner Journalist Peter A. Meyer produzierte diesen Film 1991 aus Originalmaterial von Hansjürg Stöckli, Hans Eggstein und Hermann Gächter und unterlegte die Bilder musikalisch mit dem Walkürenritt von Richard Wagner.
Und: Danke für den Tipp an den Pedestrian.

Freitag, 22. Oktober 2010

Das Kreuz mit dem Kreuz

Welches ist das richtige Kreuz für zwei Triengener Schulzimmer?

Das abgehängte Kruzifix oder ...
... das neue Steinkreuz oder ...

Es kann ja sein, dass Pastor der "Kirche der heiligen Pilze der Schweiz" ein bisschen zu viel von seinen Psyllos genossen hat - anders kann ich mir seinen Vorschlag, die Kruzifixe in den Schulzimmern von Triengen mit Schweizerkreuzen zu ersetzen, nicht erklären. Dass er aber wegen seiner Aversion gegen Kruzifixe Morddrohungen erhält und mit Kind & Kegel ausser Landes fliehen muss, geht dann doch eindeutig zu weit!

Donnerstag, 21. Oktober 2010

Was ist hier falsch?

Das Kleintheater arbeitet hervorragend, dennoch fehlt Geld für die Gagen. Weshalb?

Obwohl das Kleintheater seine Auslastung von 50 auf 60% steigern konnte und einen traumhaften Eigenfinanzierungsgrad von 70% erreicht, fehlt Geld für anständige Gagen. Wie diese Woche in der Zeitung zu lesen war, schämen sich die beiden Leiterinnen oft für die tiefen Gagen, die sie den auftretenden KünstlerInnen zahlen. Was stimmt hier nicht?

Dass dem Kleintheater das Wasser finanziell bis zum Hals steht, ist nicht Neues. Es ist auch nicht so, dass das Kleintheater schlecht wirtschaftet. Nein, das Kleintheater steckt chronisch in Geldnöten, weil es seit Jahren untersubventioniert ist. Luzern sollte sich mal überlegen, wie viel der Stadt dieses kulturelle Kleinod wert ist und die Subvention entsprechend erhöhen. Wenn möglich, bevor dem Theater der Schnauf ausgeht oder die beiden Leiterinnen den Verleider bekommen...

Freitag, 15. Oktober 2010

Salle Modulable: Schade, schade, schade

Mit ihrem Rückzug der zugesagten 100 bis 120 Millionen für den Bau der Salle Modulable haben die "anonymen" Geldgeber kulturpolitisch einen gewaltigen Flurschaden verursacht. Es war eine böse Überraschung - und viele Luzernerinnen und Luzerner reiben sich immer noch ungläubig die Augen.

Die Geldgeber um den kürzlich verstorbenen Mäzen Christof Engelhorn begründen den Rückzug mit den vielen Ungewissheiten bezüglich Standort, Bau- und Betriebskosten. Diese Begründung ist - gelinde gesagt - ein bisschen lusch, war doch das Projekt Salle Modulable gar nicht so schlecht unterwegs: Mit dem Lido ist realistischer Standort gefunden worden und Anfang 2011 hätte die Planungsgesellschaft ein Gesamtkonzept präsentiert, das man hätte diskutieren können.

Stattdessen entzieht die hinterbliebene Gönnerschaft der Salle Modulable die finanzielle Basis und hinterlässt kulturpolitisch einen gewaltigen Flurschaden. Schade um die bereits in die Planung investierten 5.75 Millionen, schade um die vielen Diskussionen, die rund um dieses Projekt bereits geführt worden sind, schade um die für nichts und wieder nichts verpuffte Energie! Schade auch um die vielen verpassten Chancen für eine Neuorientierung der Kulturstadt Luzern!

Anfänglich waren die Initianten der Salle Modulable der Ansicht, man dürfe einem geschenkten Gaul nicht ins Maul schauen, bald haben sie aber eingesehen, dass dieses Projekt ohne Unterstützung der Öffentlichkeit, ohne zusätzliches Geld von Stadt und Kanton und ohne den Support der gesamten Luzerner Kulturszene nicht realisiert werden kann. Denn von Anfang an war klar, dass eine Investition von 100 Millionen in eine Musiktheaterinfrastruktur Folgekosten von x Millionen Franken für den Betrieb nach sich zieht.

Bestenfalls ist zu vermuten, dass der notwendige demokratische Prozess mit ungewissem Ausgang den edlen Spendern zu lange ging und sie deswegen die Geduld verloren, aber in einer demokratischen Gesellschaft kann man nicht einfach mit den Millionen wedeln und meinen, dass alle "ja und amen" sagen. Böswilliger ist die Interpretation, dass die Hinterbliebenen mit der grosszügigen Spende des Stifters nicht einverstanden sind und auf diesem Weg versuchen, sie rückgängig zu machen. Es ist deshalb gut zu verstehen, dass die treibenden Kräfte hinter der Salle Modulable unbeirrt weiterplanen und versuchen, doch noch an das versprochene Geld heranzukommen.

So oder so hinterlassen die "anonymen" Geldgeber einen Scherbenhaufen. Mit der Salle Modulable hätten tatsächlich etliche Probleme auf einen Schlag gelöst werden können. Jetzt müssen neue Lösungen erarbeitet werden: Die marode Infrastruktur des Luzerner Theaters zum Beispiel muss so oder so saniert werden. Auch der Raumbedarf der Hochschule Musik muss irgendwie befriedigt werden. Und last but not least braucht es ein neues Gleichgewicht in der Verteilung der Luzerner Kulturgelder. Die Folgen dieses kulturpolitischen GAUs werden uns also noch einige Zeit beschäftigen. Wichtig ist, dass die durch die Salle Modulable angestossenen Prozesse nicht einfach gestoppt, sondern in anderer Form weitergeführt werden. Dies gilt ganz besonders für die Debatte über die Finanzierung der Luzerner Kultur. Deshalb braucht es jetzt erst recht einen neuen Kulturstandortbericht.
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